Kommunikation

Kommunikation

Wie kein anderes Tier ist der Hund bereit, mit seinem Menschen zu kommunizieren und auf dessen Wünsche einzugehen. Viele Hunde werden, ohne eigenes Verschulden, zum Problem für ihre Menschen. Das muss nicht sein. Wenn alles richtig angebahnt wird, ist es, sowohl für den Menschen wie für den Hund, eine ganz große Quelle der Lebensfreude zusammen zu leben.

Kommunizieren statt Kommandieren sollte die Devise sein – Gewalt und laute Worte sind im Umgang mit Ihrem Hund tabu.

Ein Beispiel:

Wird das Hochspringen an Menschen bei einem Welpen noch als nett empfunden, sieht dies jedoch ganz anders aus, wenn ein ausgewachsener Bernhardiner seine Pfoten auf die Schultern legt. Der mittlerweile erwachsene Hunde hat gelernt, dass er Aufmerksamkeit erzielt, wenn er hochspringt. Und diesem anerzogenen Fehlverhalten sollte man spätestens jetzt mit lautem "Pfui" oder mit den Entgegenhalten des Knies entgegen steuern.

Eine der wirkungsvollsten Gegenmassnahmen heisst ignorieren.

Während der Hund auf mich zurennt, wende ich mich kommentarlos ab und gehe langsam davon. Daraufhin wird der Hund vermutlich einen Bogen machen und sich vor mich hinsitzen oder stehen. Und dafür kriegt er umgehend einen Leckerbissen.

Nur mit Körpersprache macht man dem Hund klar, was man von ihm will – lange Reden sind unangebracht, weil der Hund viel mehr auf Körpersprache reagiert.

Eine Kommunikation mit dem Körper versteht der Hund besser. Sie ist eindrücklicher und klarer für ihn als verbale Äusserungen. Hunde reagieren stark auf Visuelles.

Eigentlich würde eine Kommunikation basierend auf reiner Körpersprache reichen, um einen Hund zu erziehen.

Unterstützend kann dabei auch eine Pfeife eingesetzt werden. Diese hat den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu unserer Stimme stets gleich tönt.

Konseqenz ist das A und O

Leider gibt es noch immer Hundehalter, die ihr Tier bestrafen, wenn es nicht sofort auf das Kommando reagiert. Dabei ist dies eigentlich vollkommen unnötig, denn. die meisten Probleme basieren auf unklarer Kommunikation, die durch einfache, aber konsequent angewandte Verhaltensänderungen gelöst werden können.

Knurren

Eine gute Möglichkeit, seinem Hund Grenzen aufzuzeigen:

Ich knurre! Wenn ein Hund einen anderen anknurrt, so heisst das etwa: "Lass das bleiben, was du gerade vorhast!!." Die gleiche Bedeutung können wir auch unserem Knurren geben.

Beispiel:

Stelle den Napf Deines Hundes auf den Boden und beuge Dich darüber. Will Dein Hund sein Futter fressen, so knurrst Du ihn an. Akzeptiert er Dein Knurren nicht, so kannst Du ihm zusätzlich mit der Hand über die Schnauze greifen. Bald wird er höflich wegschauen und zuerst Dich "fressen" lassen. Nach ein paar Tagen kannst Du versuchen, ob er Dein Knurren auch akzeptiert, wenn Du Dich neben seinen Napf hinsetzt.





Eingetragen von wau-wau | Aufrufe: 1315
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